Messeexponate und Ausstellungsarchitektur
Ein Exponat hat eine Aufgabe: Es muss aus zwanzig Metern auffallen und aus einem Meter erklären. Beides gleichzeitig ist die eigentliche Schwierigkeit.
Fernwirkung und Nahwirkung
In einer Messehalle konkurrieren hundert Stände um denselben Blick. Ein Exponat muss deshalb auf Distanz eine Silhouette haben, die trägt — eine durchlaufende Lichtkante, eine ungewöhnliche Kubatur, ein Volumen, das sich vom Nachbarn unterscheidet.
Steht der Besucher davor, gelten andere Regeln. Dann zählt, ob er versteht, was er sieht, und ob er es selbst ausprobieren kann.
Das Bauteil zum Hauptdarsteller machen
Zulieferer haben ein besonderes Problem: Ihre Leistung ist im fertigen Produkt unsichtbar. Ein Luftausströmer ist im Fahrzeug eine Blende, ein Beschlag im Möbel gar nicht zu sehen.
Die gestalterische Antwort ist, das Bauteil aus seinem Einbauzustand herauszulösen, zu vergrößern und auf Blickhöhe zu bringen. Ein Touchscreen direkt darunter macht aus dem Ausstellungsstück ein Werkzeug, mit dem das Standpersonal verkaufen kann.
Transport und Aufbau bestimmen den Entwurf
Exponate haben abweichende Randbedingungen: kurze Standzeit, begrenztes Transportmaß, Aufbau in Stunden. Diese Größen gehören in die Konstruktion, nicht in die Nachbetrachtung.
Bei Wanderausstellungen kommt hinzu, dass der Aufbau im Freien steht — Wind, Sonne und wechselnde Anfahrtsrichtungen sind dann Teil der Aufgabe.
Projekte aus diesem Feld
- 2004 · Automobilzulieferer
Messeexponat für Mercedes-Luftausströmer
- 2004 · Kunststoffverarbeitung
Messeexponat für ein digital gesteuertes Lenkrad
- 2004 · Elektrogerätehersteller
Mobile Wanderausstellung für Elektrogeräte
- 2004 · Getränkeindustrie
Messestand über 100 m² für einen Getränkehersteller
- 2026 · Messebau
Messestanddesign – Bandbreite der Stilrichtungen
Zusammenarbeit
Erst die Aufgabe, dann der Aufwand.
Schildern Sie die Ausgangslage. Sie erhalten eine Einschätzung zu Vorgehen, Aufwand und Zeitrahmen – ohne Vorleistung Ihrerseits.
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