UI/UX- und HMI-Design für Geräte und Anwendungen
Bedienoberflächen für Geräte, die unter Zeitdruck, mit Handschuhen oder in schlechten Lichtverhältnissen bedient werden. Gestaltung folgt hier der Fehlervermeidung.
Der Kontext bestimmt die Oberfläche
Ein Touchscreen an einer Maschine wird anders bedient als ein Smartphone. Handschuhe vergrössern die Zielfläche, Vibration verringert die Treffgenauigkeit, Sonnenlicht senkt den effektiven Kontrast, und ein Bedienfehler kann Folgen haben, die über eine verlorene Eingabe hinausgehen.
Am Anfang steht deshalb die Nutzungssituation, nicht der Bildschirm: Wer bedient, unter welchen Bedingungen, mit welcher Qualifikation, mit welchen Konsequenzen bei Fehlbedienung.
Fehlervermeidung als Gestaltungsprinzip
Sicherheitsrelevante Aktionen werden räumlich von Routineaktionen getrennt. Zustände sind eindeutig ablesbar, nicht erschlossen. Rückmeldungen erfolgen unmittelbar und an der Stelle der Eingabe. Alarme sind nach Priorität unterscheidbar – akustisch wie visuell.
Für Medizingeräte wird der Prozess nach IEC 62366 dokumentiert: Nutzungsspezifikation, Identifikation gefährdungsbezogener Aufgaben, formative und summative Evaluation.
Übergabe an die Entwicklung
Ergebnis ist kein Bildkatalog, sondern eine implementierbare Spezifikation: Komponenten mit allen Zuständen, Abstands- und Typografieregeln als Werte, Verhalten bei Fehlern, Grenzfälle bei langen Texten und mehrsprachigen Oberflächen.
Zusammenarbeit
Erst die Aufgabe, dann der Aufwand.
Schildern Sie die Ausgangslage. Sie erhalten eine Einschätzung zu Vorgehen, Aufwand und Zeitrahmen – ohne Vorleistung Ihrerseits.
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